02.05.2026 Szentes - Konzert Omega Testamentum / Brink Floyd / P.Box
Bericht + Fotos: OF Peter
Omegafreunde.de 2026
Im Rahmen der jährlichen Stadtfests in Szentes (Ungarn) fand an 3 Tagen
ein abwechslungsreiches Kulturangebot im schönen Ifjúsági Park,
idyllisch gelegen am Ufer des kleinen Flüsschen Kurca, statt.
Am Sa wurde den Besuchern ein wahrer Musikhöhepunkt angeboten,
das alles kostenlos.
Drei Bands mit unterschiedlichen Musikrichtungen bedienten begeisterten
das Publikum aus allen Altersgruppen.
Was mir auffiel, war der ruhige und respektvolle Umgang untereinander und
der Wahrung von Sauberkeit auf dem Veranstaltungsgelände.
Gerade letzteres kenne ich in dieser Größenordnung kaum in Deutschand.
Nach einer kurzen Umbauphase dann der lang erwartete Auftritt des Omega Testamentum.
Schlagartig hatten sich die freien Plätze vor der Bühne geschlossen.
Für mich war es eine Premiere diese Projekts, der Band um den Omega Schlagzeuger Ferenc Debreczeni,
welcher nach dem Tode von János „Mecky“ Kóbor im Jahr 2021 das Erbe der legendären ungarischen Band
weiterleben lässt.
Ein Jahr zuvor waren schon László Benkö und Tamas Mihály verstorben.
Es war mir schon vorher bewusst, das die Omega Musik wie man sie kennt nie mehr live erklingen wird,
und schon deshalb eine große Neugier in mir war, wie diese nun unter völlig neuen Vorraussetzungen
umgesetzt wird.
Die fünf Musiker Ferenc Debreczeni (dr), Kati Zee (b), Péter Schrott (voc), Róbert Erdös (g) und Zsolt Nagy (key)
setzten mit ihrer Art der Titel Interpretationen eine große Nähe zu den Originalen.
P.Box ist eine bekannte Hardrockband in Ungarn, welche 1980 gegründet wurde, sich immer mal auflöste und
wieder zusammenkam. Anfang 2026 gaben sie ein weiteres Comeback und waren nun zu Gast in Szentes.
Die Band, bestehend aus Öcsi Sáfár (b), Ferenc Sasvári (g), Dávid Esztergályos (key), Ákos Fekecs (dr) und
Miklós Varga (voc), spielten kompromisslosen Hardrock vom Feinsten.
Das treibende Schlagzeugspiel, gepaart mit sägenden Gitarrenriffs und einem ausdrucksstarken Gesang sind
wohl das Aushängeschild dieser tollen Band.
Einige der Titel kannte ich vom Hören, konnte sie aber konkret nicht zuordnen.
Den Anfang machte die lokale Coverband Bring Floyd aus Orosháza (südungarische
Region, in der Nähe von Szentes). Ihr einstündiges Konzert kam mit Playback
Einspielungen von Keyboard Passagen, welche bekannterweise bei den Originalen
von Pink Floyd die dominierende Rolle einnehmen. Das war am Anfang ungewohnt
und irritierend, doch mit dem Fortschreiten ihres Auftritts hatte man sich daran
gewöhnt. Die Auswahl der dargebotenen Lieder bestand vor allem aus den rockigeren
Liedern der Kultband.
Im Mittelpunkt steht dabei natürlich Ferenc Debreceni, dem letzten verbliebenden aktiven Musiker der
Kultband. Sein Spiel auf dem riesigen Schlaginstrument ist virtuos, treibend und von vielen Feinheiten durchsetzt.
Seine begleitenden Musiker sind alle absolute Könner an ihren Instrumente.
Der Einstieg in ihr Abendprogramm begann mit der Rhapsody von ihrem gleichlautenden Album aus dem
Jahr 2010.
Dann ging es Schlag auf Schlag, ein Hit folgte dem anderen und Erinnerungen wurden dabei
sehr lebendig.
Es erklangen u.a. „Metaforfózis“ / „Lena“ / „Idörablo“ / „Csillagok Utjan“ / „Mozgo Vilag“ / „Eletfogytig Rock and Roll“ /
„Köteltanc“ und vom letzten Album „A lángoló huszedik szazad“ und „Álomszínház - Halotti beszéd“.
Am Ende ihres Auftritts wie erwartet die Petróleum Lámpa und Gyöngyhaju Lány, die wahre Begeisterungsstürme
vor der Bühne auslösten.
Ciki bedankte sich am Ende des Auftritts beim Publikum für ihr kommen und das ungebrochene Interesse
an der Omega Musik.
Nach dem dann schon P.Box ihr Können unter Beweis stellte hatte ich die kurze Gelegenheit mit Ciki zu sprechen.
Er freute sich das aus Deutschland die Omegafreunde an diesem Tag in Szentes weilten, bedankte sich herzlich für
unser Tun und bedauerte sehr, das es bisher zu keinem Interesse bei Veranstaltern für einen Auftritt
in Deutschland gekommen ist.
Ein ereignisreicher Tag lag hinter uns, erst die Eröffnung der Omega Ausstellung und dann die 3 tollen Konzerte
mit dem für mich herausragenden Höhepunkt, dem Auftritt des Omega Testamentum.
Danke an alle, welche für diese Veranstaltungen gesorgt haben.